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Nördlich von Iglesias in der Provinz Carbonia-Iglesias auf
Sardinien steht, in der Umgebung von Fluminimaggiore an den
Hängen des Monte „Conca ‘e s’Omu”, der Tempel von Antas
(Tempio di Antas), ein imposantes historisches Heiligtum.
Der Gelehrte Ptolemaios aus Alexandria beschrieb im
2. Jahrhundert n. Chr. ein Heiligtum, das dem Sardus
Pater geweiht war.
Nach seinen Angaben soll es an den Quellen des „sacer
fluvius“, des heiligen Flusses gelegen haben, bei
dem es sich nur um den Riu Antas handeln kann.
Als die Punier um 500 v. Chr. ihren Tempel im Antas-Tal
errichteten, war der Ort bereits von einer der sardischen
Kulturen als sakral markiert.
1984 fanden Archäologen in der Nähe der Kultstätte
mehrere Gräber der Nuragher.
In der Zeit des Kaisers Caracalla (211-217), wurde der
Tempel von den Römern abgerissen und neu errichtet.
Das von den Puniern dem Gott Sid (einem Sohn Melkarts)
geweihte Heiligtum wurde nun dem Sardus Pater geweiht.
Die Inschrift lautet: „Templ(um) De Sardi Patris Bab“.
Von dem punischen Tempel sind nur noch Relikte der
Grundmauern zu erkennen.
Auch vom römischen Heiligtum blieb wenig erhalten.
Es sind sechs Säulen und die Fundamentplattform.
Üblicherweise richteten die Römer ihre Tempel nach
Osten aus Dieser römische Tempel war, wie sein punischer
Vorläufer, in nordwestliche Richtung gewand ist.
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